Curiculum kreative Psychotherapie und Beratung ( Modul 1 u. 2)


 Modul 1

Zielgruppe

Dieses Fortbildungsmodul richtet sich BeraterInnen und (Psycho-) TherapeutInnen, die kreative und künstlerische Prozesse und Objekte, und den therapeutischen Umgang damit, in ihren Therapiealltag integrieren wollen.

Es zeigt, wie bereits vorhandenes kreatives Potential therapeutisch genutzt und wie zusätzlich intuitives Wissen durch gestalterische Tätigkeiten erschlossen werden kann.

Eine berufliche Erfahrung als TherapeutIn/BeraterIn ist Voraussetzung.

Das Modul M1 kann zusammen mit dem Modul 2 zu einem qualifizierenden akt-Zertifikatsabschluss in Kreativer Psychotherapie und Beratung führen.

 

Zielsetzung:

·         Psychotherapie als Kreativen Prozess verstehen lernen.

·         Vertiefung der kreativen und künstlerischen Kompetenz im psychotherapeutischen Prozess.

·         Übergänge vom „Sitzen und Sprechen“ zum „Handeln“ und „Gestalten“ initiieren.

·         Eine gemeinsame Werkbetrachtung anleiten und das Spiel mit Bedeutungen initiieren.

 

Fortbildungsinhalte:

  1. Erlebensspuren und kreative Symbolisierungen
  • Das innere Erleben und der freie Ausdruck
  • „Ich kann doch nicht Zeichnen!“- Wirklich?
  • Der hilfreiche Umgang mit inneren Blockierungen
  • Malen und zeichnen wie ein Kind?
  • Erlebensprioritäten: Was soll überhaupt aufs Blatt?

 

  1. Die Außenperspektive und das Spiel mit Bedeutungen
  • Werke gemeinsam betrachten:
  • Der Wechsel in der therapeutischen Beziehung.
  • Die tastende Beschreibung von Bildelementen.
  • Wichtiges und Unwichtiges: Wie neue Bedeutungen entstehen.
  • Abschlussfragen und Übergänge nach draußen.

 

  1. Flow: In kreative Gestaltungsprozesse eintauchen
  • Die therapeutische Arbeit mit besonderen Aufmerksamkeitszuständen.
  • Flow-Erleben, - im anregenden Tun aufgehen.
  • Die Türen zu den kreativen Ressourcen öffnen: Fertige Objekte als Spiel- und Gestaltungszeug benutzen.
  • Von Kritzelbildern zum Ausdrucksmalen
  1. Kreative und therapeutische Prozesse strukturieren
  • Intuitives Erleben und die rationale Ansicht von außen.
  • Den inneren Kompass benutzen.
  • Die therapeutische Arbeit am Rande der Wahrnehmung.
  • Interpunktion und Rahmung: Ergebnisse und „Schritte“ markieren
  • Ergebnisse sichern und in die Kommunikation mit der Außenwelt überführen

Durchführung:

Die Fortbildung wird an vier Wochenenden mit jeweils 20 Unterrichtsstunden durchgeführt. Für InteressentInnen an dem akt- Weiterbildungszertifikat „Kreative Psychotherapie und Beratung“ kommen, noch 20 Stunden Vor- und  Nachbereitungszeit und kollegialer Austausch hinzu.

 

Modul 2

Zielgruppe

Dieses Fortbildungsmodul richtet sich Therapeutinnen und Therapeuten, die ihre eigene therapeutische Qualifikation durch künstlerische Arbeitstechniken vertiefen möchten. Es baut auf dem Modul 1 auf und zeigt wie das bereits vorhandene kreative Potential genutzt und weiterentwickelt werden kann. Es zeigt kreativ-gestalterische Techniken zur Burn-Out Prophylaxe und zur Vertiefung des Therapiegeschehens. Modul M1 und M2 können auch zusammen für einen qualifizierenden akt-Zertifikatsabschluss in Kreativer Psychotherapie genutzt werden führen. 

Zielsetzung:

•     Vertiefung der künstlerischen und gestalterischen Kompetenz.

•     Konzepte und Wege zur Burn-Out Prophylaxe

•     Dokumentation einer Kreativen Psychotherapie

Fortbildungsinhalte:

1. Praxis der Achtsamkeit: Sehen lernen, zeichnen lernen  

•     Übungen zur bewussten Wahrnehmung und zur inneren Achtsamkeit

•     Helfer in der Not: Der unbeholfene und unzivilisierte Ausdruck 

•     Der L- und der R-Modus im Gehirn: Wahrnehmungsknoten auflösen und umgehen

•     Wahrnehmung, Bewertung und Standortgebundenheit

2. In Übung bleiben: Das Mal- und Zeichentagebuch

•     Die Bedeutung kontinuierlicher gestalterischer Tätigkeit

•     Skizieren, Zeichnen, Malen, Karikieren und mit Bildelementen spielen

•     Prägnante Titel und Überschriften finden: Vom Text zum Bild vom Bild zum Text

•     Skizzen ausarbeiten und durchgestalten 

3. Die „höheren Siddhis“: Das kreative Portrait/das kreative Selbstportrait

•     Techniken zur intuitiven Wahrnehmung und zur Darstellung von Personen

•     Das gemeinsame Portrait einer Person

•     Das Selbstportrait: Gestalterische Selbstexploration vor dem Spiegel

•     Texte und Geschichten zum Bild entwerfen

4. Milestones im Psychotherapieprozess: Die Abschlussbildergalerie

•     Foto- und Videodokumentation von Gestaltungsprozessen 

•     Präsentation einer Bildergalerie

•     Wie es weiterging: Höhepunkte und Tiefpunkte im Prozess

•     Die Geschichte zur Bilderreise

Durchführung:

Die Fortbildung wird an vier Wochenenden mit jeweils 20 Unterrichts- und Praxisstunden durchgeführt. Für InteressentInnen an dem akt-Weiterbildungszertifikat „Kreative Psychotherapie“   kommen, nach Absprache in der Fortbildungsveranstaltung, noch 20 Stunden Vor- und Nachbereitung in einer kollegialen Lerngruppe hinzu.