Curriculum Spieltherapie 2016

Akt-Curriculum 2016

Person-zentrierte Spieltherapie

 

  1. Allgemeiner Überblick

Das Spiel

Das Spiel in seinen unterschiedlichen Formen ist für Kinder das zentrale Medium, in dem sich die Entwicklung ihrer Fähigkeiten auf unterschiedlichen Ebenen vollzieht. Entsprechend ihren Vorlieben, Bedürfnissen, Interessen und Talenten tauchen Kinder immer wieder in dieses Medium ein und genießen den Spannungs-, Übungs-, und Entspannungsbogen, der sich aus dem Vollzug einer Spielhandlung ergibt (Flow-Erleben). Das Kinderspiel hat damit anregende, herausfordernde und gleichzeitig auch entlastende Funktionen im „seelischen Haushalt“ des heranwachsenden Kindes. Besonders im Symbol- und Ausdrucksspiel zeigt das Kind einer interessierten und anteilnehmenden Mitwelt, wo es sich in seiner Entwicklung gerade befindet und welche Erlebnisse und Ereignisse seine Entwicklung möglicherweise gehemmt oder gestört haben.

Im Kreativ- und im Phantasiespiel können Kinder in der imaginären Spielwelt  Entwicklungsver-zögerungen nachholen und aufarbeiten. Weil Kinder ihr Erleben und ihre Situation oft nicht in Worten (aber im Spiel oder in Bildern) mitteilen können, ist das kindliche Phantasiespiel zu Recht als die Sprache des Kindes bezeichnet worden. Sowohl in pädagogischen wie in psychotherapeutischen Kontexten bildet das person-zentrierte Spiel eine tragfähige Brücke zwischen den Welten der Erwachsenen und den Kindern. 

 

Die Spielpädagogik - Empowerment und Selbstwirksamkeit.

Eine person-zentrierte Spielpädagogik bietet dem Kind im Spielzimmer speziell solche Erfahrungsräume im Medium des Spiels an, in denen das Kind sich mit seinen Fähigkeiten und Empfindungen als einzigartige und unverwechselbare Individualität in der Begegnung und in Beziehung mit anderen (Kindern und Erwachsenen) erfahren kann. Die person-zentrierte Spielpädagogik ist biographisch orientiert und auf Persönlichkeitswachstum und auf die Entfaltung der Fähigkeiten des Kindes als einer „Person im Werden“ und als einer „Person in einer Gemeinschaft“ ausgerichtet. Im pädagogischen Kontext gilt es, die Ressourcen des Kindes zu entdecken und mit ihnen so zu arbeiten, dass eine positive Identität, ein gesunder Selbstwert und ein gestärktes Selbstvertrauen (wieder) entstehen können.

 

Die Spieltherapie – korrigierende Beziehungs- und Lernerfahrungen

In der person-zentrierten Spieltherapie erhalten Kinder, die in ihrem Aufwachsen besondere Belastungen erfahren haben und die es sich selbst und ihrer Umwelt deshalb besonders schwer machen, einen ganz eigenen Erfahrungs- und Beziehungsraum, in dem sie die bisher unverarbeiteten Erlebnisse ihres Lebens darstellen, „ausspielen“ und verarbeiten können. In einem besonderen Beziehungsangebot von Zuwendung, Einfühlung, Achtsamkeit und Wertschätzung können sich bisher ungestillte Bedürfnisse und fehlende Entwicklungsanreize zeigen und im kreativen Spiel durch das therapeutische Mitspielen der erwachsenen Therapeutenperson erfüllt werden. In einer authentischen Beziehungsresonanz ergeben sich für das Kind viele Möglichkeiten für korrigierende und neue Lernerfahrungen.

 

Die Zielgruppe

Das Weiterbildungsangebot ist für Personen konzipiert, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen im Medium des Spiels arbeiten. Dies sind in der Regel Personen aus den Arbeitsfeldern des Erziehungs- und Bildungswesens, der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens (z. B. Erzieher, Sozialpädagogen, Sonder- und Heilpädagogen, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Lehrer, Dipl.-Pädagogen, Dipl.-Psychologen), die das Medium des pädagogisch-therapeutischen Spielens intensiver in ihrer pädagogischen und/oder therapeutischen Arbeit nutzen wollen.

 

Ziele und Inhalte

Die Inhalte der akt-Weiterbildung in Person-zentrierter Spieltherapie basieren auf dem von Carl R. Rogers entwickelten Person-zentrierten Ansatz. Vorgestellt werden die Varianten dieses Konzeptes, die von Virginia Axline, Stefan Schmidtchen, Thomas Gordon und Eugene Gendlin entwickelt wurden. Im Verlauf der längerfristigen Weiterbildung werden darüber hinaus Ansätze der Stabilisierungs- und Veränderungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt, die auf psychodramatische, gestalttherapeutische, systemische und lösungsorientierte Konzepte zurückgehen. Besonders in der Arbeit mit den Bezugspersonen kommen auch systemische und lösungsorientierte Beratungskonzepte zur Anwendung.

 

Methodische Orientierungen

Während des Lehrgangs wechseln praktische und theoretische, selbsterfahrerisch-eigentherapeutische und supervisorische Lehr- Lernsequenzen in einem curricular geordneten Prozess ab. Die Seminarleitung wirbt für ein person-zentriertes Lern- und Beziehungsklima in der Lerngruppe. Die erste Zeit der Ausbildung (1,5 Jahre Spielpädagogik) ist selbsterfahrungsoffen, spielpraktisch und spielmethodisch orientiert. Der zweite große Ausbildungsabschnitt (1,5 Jahre Spieltherapie) wird durch die angeleitete spieltherapeutische Einzelarbeit im Spielzimmer, durch deren Video-Supervision und durch die Erarbeitung und Anwendung von diagnostischen und evaluativen Dokumentationsmaterialien bestimmt.

 

 

 

  1. Das akt-Curriculum Person-zentrierte Spieltherapie

 

Eingangsvoraussetzungen und Allgemeines

Das akt-Curriculum Person-zentrierte Spieltherapie umfasst vier Module, die aufeinander aufbauen. Jedes Modul beinhaltet vier Seminarveranstaltungen. Die ersten beiden Module (M1 uns M2) akzentuieren spieltherapeutische Methoden in pädagogischen Kontexten. Die Module 3 und 4 akzentuieren die spieltherapeutische Arbeit im klinischen und psychotherapeutischen Kontext.

Das erste Modul M1 ist eine Fortbildungsveranstaltung, das aufbauende zweite Modul ist der Start zu einer berufsbegleitende Weiterbildung mit Zertifikatsabschluss. An den ersten beiden Modulen kann teilnehmen, wer mit Kindern und Jugendlichen beruflich arbeitet und an einer pädagogisch-therapeutischen Fortbildung oder an einer gezielten Vertiefung seiner spieltherapeutischen Qualifikationen interessiert ist. Einschlägige pädagogische Berufsausbildung und/oder Studienabschluss (Fachschule/ Fachhochschule/Universität) sowie eine ausreichende berufliche Praxis mit Kindern und Jugendlichen wird vorausgesetzt.

Teilnahmevoraussetzungen für die Weiterbildung in Person-zentrierter Spieltherapie sind (ab Modul 3)

  • Erfolgreiche Teilnahme an Modul 1 und 2
  • Die kontinuierliche Arbeit mit Kindern und deren Bezugspersonen im Spielzimmer
  • Entsprechende Voraussetzungen für eine video-basierte Supervision

 Allgemeine Zielsetzungen der Module 1 und 2:

  • Vertiefung der beraterischen und spieltherapeutischen Kompetenzen im Medium des Kinderspiels und des kreativen Ausdrucks.
  • Kennenlernen der zentralen Orientierungen der person-zentrierten Pädagogik und -Psychotherapie und ihrer Übergänge zur systemischen Familienarbeit.
  • Integration spieltherapeutischer Arbeitsansätze (Märchenarbeit, Handpuppenspiel, Symbolspiel, Elternarbeit) in die eigenen beruflichen Praxiszusammenhänge.
  • Elternberatung und die person-zentrierte Arbeit mit Bezugspersonen
  • Kollegiale Beratung und Intervision
  • Geschichte und neuere Entwicklungen in der Kinderspieltherapie

 Allgemeine Zielsetzungen der Module 3 und 4:

  • Durchführung von eigenen Spieltherapien unter Supervision und Anleitung
  • Dokumentation und Evaluation von spieltherapeutischem Prozessgeschehen
  • Diagnostik und Störungsbilder des Kindes und Jugendalters nach ICD 10
  • Fallsupervision
  • Videoanalyse des Spielgeschehens
  • Vorbereitung und Supervision von Elterngesprächen und Elternberatung

 

Zeitliche Gliederung der akt Weiterbildung Person-zentrierte Spieltherapie

Der Weiterbildungszeitraum erstreckt sich über vier Module. Vom ersten Kursabschnitt bis zum Ende des Zertifizierungsverfahrens dauert dies etwa 3,0 Jahre. Er umfasst insgesamt 320 Unterrichtsstunden. Dieser Zeitraum ist in zwei große Abschnitte gegliedert. Modul 1 und Modul 2, mit spielpädagogischem Schwerpunkt (und einem Zertifikat in person-zentrierter Spielpädagogik); Modul 3 und 4 mit klinisch- psychotherapeutischem Schwerpunkt und der Durchführung eigener Spieltherapien unter Anleitung und Supervision der Kursleiter*innen.

Jedes Modul besteht aus vier Seminarveranstaltungen im Umfang von 20 Unterrichtsstunden. Sie beginnen in der Regel freitags ab 15:00 Uhr beginnen und enden sonntags um 13:00 Uhr.

Die akt-Weiterbildung Person-zentrierte Spieltherapie umfasst 500 Stunden individuellen Arbeitsaufwand, zur Vor- und Nachbereitung der Seminare, für die Durchführung der eigenen Spieltherapien, deren Dokumentation, Supervision und Auswertung, sowie für die kollegiale Kleingruppenarbeit.

 

Das akt-Fortbildungsmodul M1: „Methoden der Person-zentrierten Spielpädagogik und   Spieltherapie“

  • vermittelt effektive Handwerkszeuge und Methoden für eine person-zentrierte pädagogische und therapeutische Arbeit im Spielzimmer.
  • macht die Teilnehmer*innen auf einer breiten und gleichzeitig erfahrungsnahen Basis mit den Grundlagen und den Prinzipien der person-zentrierten Kommunikation, Beratung und Therapie im spieltherapeutischen Kontext bekannt.

 

Inhalte Modul 1:

Seminar 1:  Das therapeutische Spiel -   Person-zentriert spielen und mitspielen

  • Das Spiel als “Sprache“ des Kindes
  • Die non-direktive Spieltherapie (V. Axline)
  • Die Theorie und Praxis der person-zentrierten Spieltherapie heute
  • Mitspielen, Resonanz geben, Grenzen setzten, Anerkennung ausdrücken

Seminar 2: Handpuppenspiel und Teile-Arbeit

  • Strukturierte Interventionen mit Jugendlichen
  • Das Ressourceninterview
  • Innere Konflikte mit Handpuppen externalisieren und bearbeiten
  • Handpuppen in der biographischen und familiären Aufstellungsarbeit

 

Seminar 3:  Die Kreativität der Kinder nutzen: Phantasie- und Märchenarbeit

  • Arbeit mit besonderen Aufmerksamkeitszuständen
  • Flow-Erleben, Phantasiereisen und Entspannungsanweisungen
  • Märchenspiel und das person-zentrierte Spiel mit Märchen
  • Spieltherapie als Gruppentherapie

 

Seminar 4: Die systemische Perspektive

  • Die Eltern und Bezugspersonen für die Mitarbeit gewinnen
  • Genogrammarbeit
  • Aufstellungen mit dem Familienbrett
  • Umweltressourcen nutzen 

 

Das akt-Weiterbildungsmodul M2: "Person-zentrierte kollegiale Beratung und Intervision. Spielpädagogik und die Beratung von Bezugspersonen“ - ist eine berufsbegleitende Weiterbildung die zu einem ersten Zertifikatsabschluss führt. Sie baut auf den Inhalten des Fortbildungsmoduls M1 auf und vertieft diese um eine angeleitete Anwendung und haltungsorientierte Reflexion dieser Methoden im eigenen Berufsfeld der TeilnehmerInnen.

Das Modul 2 führt zu dem akt-Zertifikat in Person-zentrierter Spielpädagogik.

 

Inhalte Modul 2:

Seminar 1: Kollegiale Praxisberatung und Intervision

  • Prinzipien der person-zentrierten Beratung
  • Praxisübungen kollegiale „Fallbesprechung“
  • Vorbereitung von multiprofessionellen Fachgesprächen
  • Klärung von Überweisungskontexten

 

Seminar 2: Theorie des Kinderspiels und der Kinderspieltherapie

  • Geschichte und Entwicklung kindertherapeutischer Konzepte
  • Grundströmungen der Psychotherapie
  • Zur Kooperation von Pädagogik und Psychotherapie
  • Aktuelle Debatten in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

 

Seminar 3: Selbsterfahrung: Familienrekonstruktion und Genogramarbeit

  • Familienrekonstruktion und Genogrammarbeit
  • Familientherapie und Aufstellungsarbeit in Gruppen
  • Familientraumata in und zwischen den Generationen
  • Die Bedeutung von Kontext und Geschichte

 Seminar 4: Spielpädagogik - Abschlusssupervision

  • Reflexion und Bilanz der Impulse aus den Intervisionsgruppen
  • Vorstellen der eigenen spielpädagogischen Praxis
  • Entwicklung eines eigenen spielpädagogischen Profils
  • Entwicklungsbericht und Perspektiven für die weitere Entwicklung als pädagogisch-therapeutische Fachkraft

 

Modulabschlussarbeit

Das Modul 2 endet mit einer Abschlussarbeit in der die Erfahrungen aus der Weiterbildung in Modul 1 und 2 , die Anwendung person-zentrierter Methoden in der eigenen Berufspraxis, sowie die eigene persönliche und professionelle Entwicklung dargestellt werden soll.

 

Inhalte Modul 3:

Eingangsvoraussetzungen:

An dem Modul 3 kann teilnehmen, wer die beiden akt-Module Ml und M2 erfolgreich absolviert hat und kontinuierlich mit Kindern und Jugendlichen in geeigneten Räumen (Spielzimmer) arbeitet. Entsprechende Möglichkeiten zur Video-Dokumentation der eigenen spieltherapeutischen Arbeit gehören ebenfalls zu den Eingangsvoraussetzungen.

 

Seminar 1: Dokumentation und Evaluation von spieltherapeutischen Prozessen

  • Therapeutische Aufträge und Überweisungskontexte
  • Das Erstgespräch mit den Eltern und mit dem Kind
  • Die probatorische Zeit: Beziehungsaufbau und diagnostische Eindrücke
  • Dokumentation und Evaluation von spieltherapeutischen Prozessen

 

Seminar 2: Diagnostik und Störungskonzepte des Kindes- und Jugendalters

  • Entwicklungspsychologische Erklärungsmodelle
  • Krankheiten und Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • Kinder- und jugendpsychiatrische Erklärungsmodelle
  • Das internationale Klassifikationssystem ICD 10

 

Seminar 3: Fallbegleitung und Fallsupervision

  • Fallsupervision der laufenden Spieltherapien
  • Anleitung der lntervisionsarbeit in der Weiterbildungsgruppe
  • Fachliche Vernetzung und Ressourcen entdecken
  • Kollegiale Praxishospitationen

 

Seminar 4: Fallsupervision und Video-Analyse

  • Videoanalyse und Fallsupervision
  • Videoaufbereitung für das Elterngespräch
  • laufende Fallsupervisionen
  • Supervision der Intervisionsgruppen

 

Modulabschlussarbeit

Das Modul 3 endet mit einer Abschlussarbeit über ausgewählte diagnostische Aspekte oder der Dokumentation  einer laufenden Spieltherapie und eröffnet den Zugang zum akt-Zertifizierungsverfahren in Person-zentrierter Spieltherapie.

 

 

Inhalte Modul 4

Seminar 1:  Die person-zentrierte Theorie von Störungs- und Krankheitsbildern

  • Ressourcendiagnostik
  • Prozessdiagnostik und Prozessevaluation
  • Salutogenese und Inkongruenzanalyse
  • Laufende Fallsupervision, kollegiale Praxisberatung und Intervision

 

Seminar 2:   Elternberatung – Elternarbeit

  • Das Gespräch mit Eltern und Bezugspersonen
  • Eltern und Erzieher als Partner in der Filialtherapie
  • Video-Sequenzen als Brücke in der Elternarbeit
  • Instrumente aus der systemischen Beratungsarbeit

 

Seminar 3: Fallbegleitung und Fallsupervision

  • Therapiefortschritte und Veränderungsmessung
  • Laufende Fallsupervision
  • Supervision der Elterngespräche
  • Fachliche Vernetzung und Kooperation

 

Seminar 4:  Abschlussevaluation und Abschlusssupervision

  • Spieltherapien und ihr Abschluss
  • Zusammenfassende Dokumentation der Elterngespräche
  • Der Abschied von dem Kind
  • Vorbereitung des Zertifizierungsverfahrens

 

Modulabschlussarbeit

Das Modul 4 endet mit einer Abschlussarbeit über ausgewählte Aspekte einer laufenden Spieltherapie oder mit der Abgabe eines spieltherapeutischen Falldokuments.  Diese Arbeit eröffnet den Zugang zum akt-Zertifizierungsverfahren in Person-zentrierter Spieltherapie.

 

 

akt Teilnahmebestätigungen und Abschlüsse

Am Ende des ersten Moduls M 1 erhalten die TeilnehmerInnen eine qualifizierende Teilnahmebescheinigung:

  • akt-Teilnahmebescheinigung - Fortbildung in Methoden der Person-zentrierten Spieltherapie

Am Ende des zweiten Moduls 2:

  • Das akt-Weiterbildungszertifikat in person-zentrierter Spielpädagogik

Am Ende von Modul 4:

  • Eine zusammenfassende Teilnahmebescheinigung an der Weiterbildung in Person-zentrierter Spieltherapie

Nach Vorlage und Prüfung von zwei Falldokumenten einer kompletten Spieltherapie bei der akt-Zertifizierungskommission: 

  • Das akt-Zertifikat in Person-zentrierter Spieltherapie

 

 

 

 

  • Kosten der Weiterbildung und Geschäftsbedingungen

 

Akt-Weiterbildung Person-zentrierte Spieltherapie

 

                           Fortbildungsmodul Modul 1                           1.000,--

+ Anmeldegebühr                         100,--

                           Weiterbildungsmodul Modul 2                        1.000,--

                                                             + Anmeldegebühr               100,--

Zertifizierung in Person-zentrierter Spielpädagogik                       100,--

 

 Weiterbildungsmodul Modul 3                           1.000,--

                                                             + Anmeldegebühr               100,--

             Weiterbildungsmodul Modul 4                           1.000,--

                                                             + Anmeldegebühr               100,--

Zertifizierung von 2 Spieltherapien a´110,--                                   220,-

 

akt-Zertifikat      Person-zentrierte Spieltherapie                       4.7200,--  €

 

Hinzu kommen nach Bedarf Kosten für Unterbringung und Verpflegung in einer Tagungsstätte!

Die Anmeldegebühren von € 100,-- werden jeweils zur Modulanmeldung fällig. Die Lehrgangsgebühren für das jeweilige Modul werden in 4 Teilbeträgen á 250,-- € jeweils 3 Wochen vor Seminarbeginn fällig. Kursgebühren können auch als monatliche Rate auf die Kursdauer von 36 Monaten aufgeteilt werden, so dass sich, je nach Zahlungsbeginn, ein Ratenbetrag von ca. € 125,-- ergibt.

 

 

Die Vertragsbedingungen

Interessent*innen für die Fortbildung melden sich schriftlich mit ihren Unterlagen beim akt-Sekretariat an. Von Weiterbildungsinteressent*innen erbitten wir zusätzlich die Übersendung eines tabellarischen beruflichen Werdeganges, Kopien einschlägiger Zeugnisse und Zertifikate sowie ein Lichtbilds. Nach Durchsicht der Unterlagen erhalten die Interessent*innen eine vorläufige Platzreservierung in dem nächsten beginnenden Fortbildungsmodul oder Weiterbildungsabschnitt.

Nach Eingang der Anmeldegebühr und der ersten Rate/Kursgebühr für den ersten Modulabschnitt ist die Teilnahme gesichert. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, innerhalb von 14 Tagen von ihrer Anmeldung kostenfrei zurückzutreten. Darüber hinaus besteht für beide Vertragsparteien die Möglichkeit, bis 14 Tage nach Ende eines jeweiligen Modulabschnittes die Fortbildung oder auch die Weiterbildung ohne finanzielle Kosten zu unterbrechen oder zu kündigen.

 

Anerkennung der Weiterbildungsmaßnahmen

Die einzelnen Weiterbildungen werden nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG) in NRW und Rheinland-Pfalz angemeldet und können - in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich- gefördert werden. In NRW z.B. mit einem Bildungsscheck über 500,- €.

Die Arbeitsgemeinschaft akt war seit ihrer Gründung in 1989 bis 2013 aktiv mitarbeitendes Mitglied in verschiedenen Berufsfachverbänden, die sich für die Sicherung der Qualität psychotherapeutischer Versorgung auf nationaler und auf europäischer Ebene engagieren. Es bestehen auch heute noch kollegiale Kooperationen zu verschiedenen Einrichtungen der humanistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum (AGP, DAF, IHP, fzk, GwG), aber auch zu Einrichtungen in USA und anderen Ländern (u. a. CSP La Jolla, Focusing Institut New York).

 

 

 

  1. Akt- Dozentenliste Spielpädagogik und Spieltherapie

Prof. Dr. Norbert Groddeck, Jahrg. 1946

Diplom-Pädagoge, Supervisor (DGSv), Psychotherapie (HP)

Ausbildung zum Fachlehrer für Kunsterziehung und Sport. Zweitstudium in Erziehungs-wissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Mitarbeit im Funkkolleg Beratung in der Erziehung. Kunsttherapeut (AKT und DFKGT). Gesprächstherapeut (GwG). Erlaubnis der Ausübung der Heilkunde in Psychotherapie (HP). Ausbilder in der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie Köln (1980-1992). Gründer der Arbeitsgemeinschaft für klientenzentrierte Therapie und humanistische Pädagogik (akt-Siegen). Supervisor (DGSv), Lehr- und Ausbildungstherapeut in der akt.

 

Luc Laignel, Jahrg. 1955

Ergotherapeut und Kunsttherapeut (DFKGT)

In Paris geboren, Ergotherapeut und Keramiker, Kunsttherapeut (DFKGT) . Mitbegründer des psychosozialen Zentrums "Rosengarten", seit 1990 dort als Berater und Kunsttherapeut tätig. Clown- und Schauspielunterricht nach Lecoq und Grotowsky. Regie und Schauspiel für das Wiener Masken-Musik-Theater. Akt-Dozent für Maskenbau und Ausdruckspiel, seit 1998 unterwegs auf der Bühne des Stehgreiftheaters mit dem schrägen und skurrilen Charakter "Leon".

 

Prof. Dr. Siegfried Mrochen, Jahrg. 1943

Diplom-Pädagoge, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut, Dr. phil., Universitätsprofessor für Sozialpädagogik an der Universität Siegen

Therapeutische Schwerpunkte: Kinderpsychotherapie, Familientherapie, Hypnotherapie. Supervisor (DGSV) auf der BSHG-Liste Berlin. Ausbilder für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (GwG), arbeitet u. a. in eigener Praxis als Kindertherapeut. Publikationen im Bereich der Hypno- und Kinderpsychotherapie. Akt-Dozent für imaginative Verfahren in der Psychotherapie.

 

Dr. Klaus Riedel, Jahrg. 1963

Diplom-Sozialarbeiter, Kinder und Jugendpsychotherapeut

Zusatzausbildungen in klient-zentrierter Gesprächsführung und Gestaltberatung (GwG). Seit 1990 in einer Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien mit dem Schwer-punkt Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexuelle Misshandlung. Mitglied im Bundes-vorstand der Kinderschutz-Zentren. Publikationen in den Bereichen sexuelle Misshandlung und pädagogische und therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Seit 2000 in eigener Praxis als Kinder- und Jugendpsychotherapeut tätig.

 

Jochen Steinmetz, Jahrg. 1967

Diplom-Sozialpädagoge, Individual-, Paar- und Familientherapeut IWF-München, Spielpädagoge akt, und Spieltherapeut akt.

Nach der Ausbildung zum Mechaniker Zivildienst in der Lebenshilfe. Danach Ausbildung zum Erzieher und mehrjährige Arbeit im Kinderhort und in einer Heilpädagogischen Tagesstätte in Bamberg. Weiterbildung zum Dipl.- Sozialpädagogen an der Fachhochschule Bamberg, begleitend dazu als Erziehungsbeistand für das Jugendamt tätig. Ab 2007 Weiterbildung zum Individual-, Paar- und Familientherapeuten am IFW München. Person-zentrierter Spieltherapeut (akt).